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Unser Autor: Stefan Grundhoff

Toyota RAV4 2.2 D-CAT  Praxistest: Toyota RAV4 2.2 D-Cat

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In der SUV-Mittelklasse ist der Toyota RAV4 eine feste Größe. Aus dem ehemaligen Spaßmobil hat sich sich ein gefährlicher Konkurrent für VW Tiguan, BMW X3 und Mercedes GLK entwickelt.

 
Toyota RAV4 2.2 D-CAT
   
Toyota RAV4 2.2 D-CAT - Foto: Hersteller Toyota RAV4 2.2 D-CAT- Foto: Hersteller Toyota RAV4 2.2 D-CAT- Foto: Hersteller Toyota RAV4 2.2 D-CAT- Foto: Hersteller Toyota RAV4 2.2 D-CAT- Foto: Hersteller Toyota RAV4 2.2 D-CAT- Foto: Hersteller
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Toyota RAV4 (2007)
[+] Gutes Platzangebot, solide Fahrleistungen, ordentliche Traction, übersichtlich, gute Serienausstattung, großer Laderaum, hohe Zuladung, gute Sicherheitsausstattung
[-] Kaum Assistenzsysteme, kein Xenonlicht, laute Abrollgeräusche

Waren das noch Zeiten, als der RAV4 (das Kürzel steht für Recreational Active Vehicle 4-Wheel-Drive) von Toyota als einer der Begründer des Segments die etablierten Hersteller in Unruhe versetzte. Während der Dreitürer ab Mitte der 90er Jahre als legitimer Nachfolger von Suzukis kleinen Modellen im Billigsegment mit Strandgefühlen spielte, wurde der Fünftürer für die Konkurrenz zum Objekt der Begierde. So einen Geländecrossover wie den RAV4 hätten sich besonders viele Volumenhersteller damals für das eigene Portfolio gewünscht.

Doch der 4,45 Meter lange Toyota RAV4 ist über die Jahre nicht nur erwachsen geworden. Auch die Konkurrenz ist mittlerweile nicht nur zahlreich, sondern auch aus dem Premiumumfeld von oben an den RAV4 herangewachsen. Das interessanteste Modell des Toyota RAV4 ist der 177 PS starke 2.2 D-Cat, der sich mit der internationalen SUV-Konkurrenz durchaus messen kann.

Mit dem 177 PS starken Commonrail-Diesel ist der 1,7 Tonnen schwere Toyota gut motorisiert. Der Vierzylinder ist sehr laufruhig und leise, zieht nach einem kleinen Turboloch kraftvoll, wenn auch nicht bissig durch und zeigt echte Langstreckenqualitäten. Der 2,2 Liter große Vierzylinder leistet 130 KW/177 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm, das zwischen 2.000 und 2.800 Touren anliegt. Auf der Autobahn tut sich der japanische Allradler ab Tempo 150 etwas schwer und erreicht die Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h nur mit Anlauf.

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Wenig kommod
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Die Sechsgang-Handschaltung lässt sich federleicht und präzise schalten, sodass der Wunsch nach einer Getriebeautomatik gar nicht erst aufkommt. Die ist auf Wunsch jedoch auch sechsstufig verfügbar. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Allradler in 9,3 Sekunden.

Erfreulich genügsam zeigt sich der Verbrauch des Japaners. Mit 7,6 Litern Diesel auf 100 Kilometern verbrauchte er im Praxistest kaum mehr als die Werksangabe von 6,7 Litern. Trotzdem – etwas weniger dürfte es durchaus sein. Hauptkonkurrenten wie BMW X3 xDrive 20d oder der VW Tiguan 2.0 TDI liegen bei der Werksangabe nicht nur durch Start-Stopp-System und regenerative Bremsen bei deutlich unter sechs Litern.

Das Fahrwerk des Toyota RAV4 ist generell auf Komfort ausgelegt. Doch die Hinterachse gibt regelmäßig grobe Fahrbahnunebenheiten wenig kommod an die Insassen weiter. Die elektrische Servolenkung ist eine Spur zu leichtgängig und die spürbaren Wankbewegungen in schnell gefahrenen Kurven könnten durch adaptive Dämpfer positiv beeinflusst werden. Die sind jedoch nicht einmal als Option verfügbar.

Im Normalbetrieb wird der Toyota RAV4 ausschließlich über die Vorderachse angetrieben und untersteuert im Grenzbereich stark. Verliert ein Rad den nötigen Tritt auf der Fahrbahn, leitet eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung vor dem Hinterachsdifferenzial bis zu 45 Prozent der Motorleistung nach hinten. Für den Winterbetrieb oder rutschige Fahrbahnen lässt sich das System auch manuell auf einen 55:45-Prozent-Modus einstellen.

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Nicht einfach zu beladen
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Wohl aufgeräumt, aber ohne jeden Charme zeigt sich der Fahrerarbeitsplatz. Die Instrumente lassen sich gut ablesen und das Lederlenkrad liegt gut und griffig in der Hand. Nicht nur groß gewachsene Personen würden sich jedoch mehr Oberschenkelauflage und Seitenhalt wünschen. Schwach: der Beifahrersitz lässt sich nicht in der Höhe justieren. Und eine Sitzheizung darf gerne mehrstufig sein.

Ähnlich gut wie vorne ist das Platzangebot in der zweiten Reihe. Doch auch hier stören die kurze Sitzfläche und insbesondere die zu kurzen Fondkopfstützen das gute Gesamtbild. Alles andere als praktisch ist die Heckklappe, die sich nicht elektrisch und schon gar nicht nach oben, sondern nur zur Seite öffnet. In engen Parklücken ist der mindestens 586 Liter große Laderaum nicht einfach zu beladen. Besser: Vom Kofferraum aus kann man mit zwei Hebelzügen die Sitze automatisch umklappen, und es entsteht eine ebene Ladefläche.

Zur Serienausstattung des 23.800 Euro teuren Basismodells Toyota RAV4 zählen unter anderem sieben Airbags, ESP, Nebelscheinwerfer, Dachreling, CD-Radio, elektrische Fensterheber und Klimaanlage. Der RAV4 2.2 D-Cat ist nur in der Top- Ausstattungsvariante Executive ab 35.250 Euro verfügbar. Diese beinhaltet unter anderem 18-Zoll-Felgen, Keyless-Go, beheizte Ledersitze, Rückfahrkamera, Tempomat und Klimaautomatik. Sinnvoll sind das optionale Bildschirmnavigationssystem für 1.900 Euro und Einparkhilfe vorne und hinten für 740 Euro. Sinnvolle Fahrerassistenzsysteme bleiben ebenso außen vor wie die klassenüblichen Xenonscheinwerfer, die ebenfalls nicht gegen Aufpreis verfügbar sind.

Toyota RAV4 2.2 D-CAT
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Fotos: Hersteller
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Wie entsteht ein Praxistest? Das erfahren Sie Toyota RAV4 2.2 D-CAT hier

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